Vanille
Dezember 6, 2009 nach RomanMariaKoidl
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Die Azteken gaben der „Königin der Gewürze“ ihren Namen „vaynilla“ (= Schötchen). Bei ihnen galt diese Orchideenfrucht als überaus kostbar, die ausschließlich den Adligen und Reichen vorbehalten war. Anfang des 17. Jahrhunderts fand die Vanille als Aromatisierung für heiße Schokolade zusammen mit den Kakaobohnen ihren Weg nach Europa. Über 300 Jahre hielten die Spanier die Monopol-Herrschaft über das Gewürz und bauten es ausschließlich im Ursprungsland Mexiko an. Mit der Erfindung der künstlichen Befruchtung wurde es indessen möglich, die Vanille auch in anderen tropischen Gegenden zu kultivieren.
Bei den Vanille-Qualitäten gibt es vier – qualitativ sehr unterschiedliche – Hauptsorten:
Bourbon-Vanille_oder auch Madagaskar-Vanille hat ihren Namen von der Insel Bourbon (heute Réunion). Diese beste Vanille-Qualität ist besonders in Europa wegen ihres intensiven, harmonischen Geschmacks und ihrer leicht buttrigen Note beliebt.
Mexikanische Vanille_wird vorwiegend von den Nordamerikanern aufgrund ihres weichen, süßlichen und zurückhaltenden Aromas geschätzt.
Tahiti-Vanille_ist derzeit wegen ihres eher blüten-, fast schon moschusartigen Geschmacks en vogue in der Sterneküche.
Indonesische Vanille_findet in Folge ihres holzig-rauchigen Aromas vorwiegend in der Parfümsbranche Verwendung.



